About Time – Big Band-Konzert Jazz Oliver Leicht und Big Band der Hochschule Luzern im Rahmen des Musikfestivals Szenenwechsel, 25- Januar 2015, besucht von Léonard Wüst

Big Band der Hochschule Luzern am Szenenwechsel 2012 © Ingo Höhn,header

Big Band der Hochschule Luzern
Naijma Gürth, Benjamin Knecht, Nicolas Gurtner, Andri Schärli, Thierry Looser, saxofone
Felix Meyer, Daniel Rapold, Martin Borner, Sonja Ott, trumpets
David Rufer, Simon Ruckli, Florentin Setz, David Müller, trombones
Alessio Cazzetta, guitar; Raphael Loher, piano; Jonas Künzli, bass; Clemens Kuratle, drums

Oliver Leicht, Arrangement, Komposition und Leitung

Grundinformationen über das Konzert:

Im Rahmen des Musikfestivals Szenenwechsel der Hochschule Luzern und
in Zusammenarbeit mit dem Jazzclub Luzern

Neue Klänge erheben sich aus der Tradition des Big-Band-Jazz
Für die erneute Gemeinschaftsproduktion mit dem Jazz Club Luzern hat die Hochschule Luzern für die Big Band Oliver Leicht als Gast eingeladen. Oliver Leicht schöpft neue, aufregende Big-Band-Klänge, ohne die Essenz des orchestralen Jazz gänzlich zu verlassen. Seine Kompositionen inhalieren den Geist der Jazz-Geschichte und sind beim Ausatmen ein zwar komplexes, jedoch äusserst harmonisches, fantastisches Exemplar des grossorchestralen Jazz. Immer bleibt die Kernsubstanz einer Big Band erhalten, immer lässt er aber auch hervorragenden Solistinnen und Solisten den geeigneten Raum für einzigartige Soloarbeit. Bei Oliver Leicht erklingt ein Sound, der wie ein sanfter Westwind aus den Regionen des Cool-Jazz und West-Coast zu uns herüber weht.

Oliver Leicht

Oliver Leicht

Die breit gefächerten Erfahrungen mit vielen Big Bands in Europa und den USA bilden den Nährboden für seine Arrangements. Immer in tiefem Respekt vor der Big-Band-Geschichte, von den allerersten Anfängen bei Jimmy Lunceford und Fletcher Hendersson bis in die Gegenwart hinein.

Rezension:

Man vergisst immer ein bisschen, dass es im KKL in Luzern nicht nur den grossen weissen Konzertsaal gibt, sondern eben auch den kleineren Luzerner Saal für Events, die nicht grad 2000 Personen mobilisieren, was aber nicht zwangsläufig heisst, dass Konzerte in diesem Rahmen qualitativ nicht gleichwertig sind wie Darbietungen im Konzertsaal. Für Formationen wie eine Big Band und jeweils auch Solokonzerte anlässlich des Blueballfestivals ist der Luzerner Saal ideal, etwas intimer und man ist, positiver Nebeneffekt, als Besucher näher am Geschehen. Für die HSLU Bigband war das natürlich quasi ein Heimspiel, entsprechend viele Angehörige, Bekannte und Freunde waren im Saal anwesend als Oliver Leicht, sichtlich gutgelaunt mit dem Stück „see and me“ das erste Set eröffnete und danach die Anwesenden willkommen hiess und die Band kurz vorstellte. Nach der Erläuterung, dass ausser einem der dargebotenen Stücke, alles seine eigenen Kompositionen und Arrangements sind ging es furios weiter mit „Parade“, Gelegenheit auch unter Beweis zu stellen, welch brillanter Klarinettenvirtuose er selber ist, aber auch der Gitarrist erhielt die Möglichkeit sein Können zu demonstrieren. Ganz stark sowieso die Grundformation (das klassische Jazztrio halt, mit Piano, Bass und Schlagzeug), das eben durch den Gitarristen auf ein Quartett erweitert war. Darauf liess sich gut aufbauen und aufschichten, genügend Basis um Platz und Raum für die Solisten zu schaffen und lassen. Solides wechselte sich ab mit ein paar etwas gewagteren Ansätzen, nie aber zu abdriftend ins uferlose, noch sich verlierend. Eine kompakte Darbietung straff geführt vom kompromisslosen Oliver Leicht, der aber auch in Sachen Qualität keinerlei Kompromisse einging, seine Mitmusiker zwischendurch immer wieder mit Gesten und Worten noch mehr motivierte, ihnen damit auch sehr viel Selbstvertrauen einflösste. All diese einzelnen Komponenten fügten sich zu diesem kompakten Ganzen, woran auch die Protagonisten selber sichtlich ihren Spass und Genugtuung hatten und zum Schluss auch den verdienten grossen Applaus abholen durften, der umgehend mit einer kleinen Zugabe belohnt wurde. Ein vergnügliches solides Konzert , dem bloss der kleine Sekundenbruchteil von Genialität fehlte um als grossartig taxiert zu werden. Ein Hochgenuss war es allemal, besonders erfreulich, dass es sich dabei um „Heimisches Schaffen“ handelte.

 

Text: www.leonardwuest.ch

Fotos: www.hslu.ch und http://www.jazzluzern.ch/

Homepage der Bigband der HSLU

https://www.hslu.ch/de-ch/musik/ueber-uns/ensembles-und-veranstaltungsreihen/big-band/

Homepages der andern Kolumnisten: www.marvinmueller.ch www.gabrielabucher.ch
www.irenehubschmid.ch  http://beatricewuest.ch/ Paul Ott:www.literatur.li

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s