Zürcher Kammerorchester: Vier Jahreszeiten mit Daniel Hope, Tonhalle Zürich, besucht von Irène Hubschmid

 

 

 

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Programmation:

Johann Sebastian Bach
Konzert d-Moll BWV 1043 für zwei Violinen, Streicher und B.c.
Antonio Vivaldi
Concerto a-Moll op. 3/8 für zwei Violinen, Streicher und B.c.
Die Vier Jahreszeiten op. 8

Mit Daniel Hope – Violine. Leitung Willi Zimmermann – Violine

Rezension: Zum Auftakt spielte das Orchester – ausser Programm – Vivaldis Concerto Grosso in D-Moll, Opus 3. Den zweiten, melancholischen Satz, wunderbar passend zum düsteren Februartag. Die beiden Geigenvirtuosen spielten temperamentvoll und vielgestaltig um die Wette.

Artist in Residence Daniel Hops (Foto Harald Hoffmann)

Artist in Residence Daniel Hope (Foto Harald Hoffmann)

Daniel Hope in Durban geboren, Artist-in-Residence in Zürich, beherrscht sein Instrument grandios. Konzertmeister Willi Zimmerman, in Basel geboren, steht ihm in keinster Weise nach.

Im voll besetzten Tonhallensaal bot das Orchester das Konzert für zwei Violinen mit Streichern, in D-Moll, BWV 1043, von Johann Sebastian Bach (1685-1750) dar. Daniel Hopes Lieblingsstück, wie er in ausgezeichnetem Deutsch dem begeisterten Publikum erklärte. Das nächste Stück, Vivaldis L’Estro Armonico („Die harmonisch Eingebung“), op. 3, Concerto in A-Moll Nr. 8 522 für zwei Violinen und Streichorchester sei ein aktuelles Stück, erklärte Hope. Genau passend zur heutigen Zeit der Finanzskandale. Vivaldi komponierte dieses Konzert anno 1720, als er selber bei einem Finanzskandal viel Geld verlor.

Nach der Pause gaben die Musiker: „Vier Jahreszeiten“ op. 8, zum Besten. Zitat: „Frisch, schwül, stürmisch, klirrend!“ Im „L‘ autunno“ (der Herbst), kam nebst Daniel Hopes Violine, auch das Cembalo (Johannes Keller) zur hervorragender Interpretation.

Willi Zimmermann, Konzertmeister des Zürcher Kammerorchesters (Foto Thomas Entzeroth)

Willi Zimmermann, Konzertmeister des Zürcher Kammerorchesters (Foto Thomas Entzeroth)

Die jubelnden Zuhörer dankten mit Standing Ovations. Das Orchester würdigte den Enthusiasmus mit zwei Zugaben der besonderen Art. Daniel Hope kündigte an, der deutsche Komponist Max Richter (1966) sei es überdrüssig gewesen, Vivaldis Komposition immer in Aufzügen, Supermärkten und Kaufhäusern zu hören. Mit einem Satz aus „Die vier Jahreszeiten – Vivaldi recomposed“ erlebte das Publikum eine erfrischende Neuauflage dieses beliebten Werkes. Die zweite Zugabe, eine Solo-Interpretation durch Daniel Hope, stammte von einem unbekannten Komponisten aus Dresden.

 

Text: www.irenehubschmid.ch 

Fotos: www.zko.ch

 

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