Sankturbanhof Sursee: Ausstellung «Vorsicht Baustellen», Vernissage 6. März 2015, besucht von Léonard Wüst

St. Urbanhof,Vorsicht Baustellen Ausstellung

 

 

 

Basisinformationen zur Ausstellung ab Homepage Sankt Urbanhof:

VORSICHT BAUSTELLEN 07.03.2015 – 31.05.2015

 

Baustellen sind allgegenwärtig. Sie stehen dort, wo Gebäude, Städte und Land­schaften umgestaltet werden. Dynamik, ständige Veränderung und komplexe Prozesse machen Baustellen zu Orten, die gleichermassen faszinieren und beunruhigen. Wer hat nicht schon neu­gierig durch einen Bauzaun gespäht? Wir lassen uns begeistern vom unferti­gen, bewundern das orchestrierte Zusammenspiel von Menschen und Ma­schinen, schaudern vor der Tiefe und ärgern uns über Lärm, Staub und Dreck.

 

Die Baustelle wird häufig als Symbol für den permanenten Wandel unserer Zeit verwendet. Auch im aktuellen Kunstschaffen ist sie ein wiederkehrendes Thema.

 

Die in der Ausstellung gezeigten Werke widmen sich verschiedenen Aspekten der Baustelle. Sie dringen ins Innere der Baustelle ein und legen verborgene Gesetzmässigkeiten offen. Sie verweisen auf Gefahren und Abgründe, beschäftigen sich mit vorübergehenden Zuständen. Zu sehen sind auch Arbeiten, die als Aufzeichnungen innerer Bauprozesse lesbar sind.

 

Videos und Installationen folgen den Spuren und Schicksalen von Menschen, die nach der Vollendung eines Bauwerks oder nach einem Baustopp weiterziehen. Einige der vertretenen Kunstschaffenden gehen mit vorgefundenen Bauelementen oder Baumaterial spielerisch um und übersetzen die alltäglich-raue Welt der Baustelle, auf der Funktionalität und Rationalität zuoberst stehen, in Kunst.

 

Team Sankt Urbanhof Sursee

Team Sankt Urbanhof Sursee

Die Ausstellung im Sankturbanhof lädt ein zu einem Baustellenbesuch und führt mitten hinein in die Dynamik und das Chaos von Orten, die im Werden begriffen sind.

Kommentar zur Vernissage und allgemeine Anmerkungen von Léonard Wüst:

Begrüsst wurden die Besucher im Äbtesaal von den beiden Kuratorinnen Bettina Staub und Susanne König, die auch die verschiedenen beteiligten Kunstschaffenden kurz porträtierten. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt und es mussten noch zusätzliche Stühle organisiert werden.

Manchmal fragt man sich schon, wie denn das früher alles gelaufen ist, als der Sankt Urbanhof noch nicht restauriert war und so auch nicht als Stadtmuseum dienen konnte. Improvisationen aller Art durch die Ausstellungsmacher oder die Künstler selbst, waren damals gefragt. Mal war die Ausstellungen im Rathaus, Schützenstube, Zunftstube, in Schulhäusern, im Kleintheater in Restaurants usw. Da hätte es ab und an auch heissen können: «Vorsicht Baustellen».

Heute ist das alles schön geordnet und strukturiert, so laufen nebst den Dauerausstellungen wechselnde themenbezogene, meist zeitgenössische Events, der Historie ist ja schon genug vorhanden und Raum gegeben im altehrwürdigen Sankt Urbanhof.

Fazit: Seit der Dornröschenschlaf des Urbanhofs beendet ist, gibt es immer wieder Neues zu entdecken oder Vertrautes zu bestaunen. Die sehr vielen Teilnehmer an dieser Vernissage dokumentierten auch ganz klar, dass das Interesse der regionalen Bevölkerung für Kunst, nicht mit der Besichtigung des weitherum berühmten Sursee`r Kirchenschatzes befriedigt ist, sondern die Verantwortlichen den Zeitnerv treffen und so Neugierde wecken auf anderes Erstaunliches und Verblüffendes, wie diese momentanen „Baustellen“, die wir ja manchmal selber auch in unserem eigenen Leben haben.

Text: www.leonardwuest.ch

Fotos: http://www.sankturbanhof.ch/cms/website.php?id=/index.htm

Homepages der andern Kolumnisten: www.marvinmueller.ch www.gabrielabucher.ch
www.irenehubschmid.ch  Paul Ott:www.literatur.li

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