ZKO: Ein Abend mit US-Jungstar Kit Armstrong und dem Zürcher Dirigenten Mario Venzago,14.4.2015, Tonhalle Zürich, besucht von Irène Hubschmid

Zürcher Kammerorchester

Zürcher Kammerorchester

Programm
Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 7 C-Dur Hob. I:7 «Le midi»
Klavierkonzert D-Dur Hob. XVIII:11
Othmar Schoeck
Sommernacht op. 58
Franz Schubert
Sinfonie Nr. 5 B-Dur D 485

Grundsätzliches:

Kit Armstrong ist einer der bemerkenswertesten Künstler der momentanen internationalen Pianisten-Szene. Da wird über kein Detail hinweggespielt, dies bewog Altmeister Alfred Brendel, den grossen Musikpädagogen, ihn als Schüler zu unterrichten. Kit Armstrong sei die grösste

Kit Armstrong (c) Iräne Zandel

Kit Armstrong (c) Iräne Zandel

musikalische Begabung der er je begegnet sei.

Der renommierte, gebürtige Zürcher Dirigent Mario Venzago leitete an diesem Abend das Zürcher Kammerorchester

Rezension:

Die Einführung machte der Majordomus Stephan Mester. In barockischer Kostümierung trug er unter anderem gekonnt ein Gedicht von Gottfried Keller vor: „Sommernacht“.

Elegant und sanft aber doch intensiv leitete bei Haydns Sinfonie C-Dur der Dirigent Mario Venzago das Orchester mit dem begnadeten Konzertmeister Willi Zimmermann. Zimmermann und Violoncellist Nicola Mosca harmonierten bestens. Im Finale: Allegro kamen besonders die Querflöten zum Erklingen, gespielt von Stéphan Réty und Theresa Steckler.

Das Wunderkind Kit Armstrong spielte das Klavierkonzert D-Dur so, als sei er aus dem Flügel entwachsen, ein Labsal für den Zuhörer. Eine Vibration war im grossen Tonhalle Saal zu spüren.

Das enthusiasmierte Publikum beschenkte er noch mit einer Zugabe des wenig gehörten englischen Komponisten John Bull (1563-1628): Fantasy. Es erinnerte stark an das berühmte Kölner Konzert von Keith Jarrett in der Kölner Oper am 24. Januar 1975.

Dirigent Mario Venzago

Dirigent Mario Venzago

Nach der Pause: Schöcks Sommernacht, etwas gewöhnungsbedürftig für die sensiblen Ohren, bedrohlich wie die düstere Nacht.

Dafür wurden diese dann verwöhnt mit Schuberts bekannter Melodie der Sinfonie Nr. 5. Als der erst 19-jährige Schubert die Komposition schrieb, wurde er harsch kritisiert, die Sinfonie sei ein „schwacher Abguss von Mozart“. Es ist trotzdem immer wieder ein Genuss diese Frühkomposition zu hören.

Das Konzert endete mit grossem Applaus!

 

Text: www.irenehubschmid.ch 

Fotos: www.zko.ch

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