Stadthalle Sursee: Pink Floyd – The Wall Live Orchestra, 30. Mai 2015, besucht von Léonard Wüst

The Pink Floyd Performance in der Stadthalle Sursee

The Pink Floyd Performance in der Stadthalle Sursee

Ankündigung des Veranstalters:

Über 70 Künstler performen in einer grandiosen Inszenierung das geniale Pink Floyd Konzeptalbum, 31 Jahre nach der Veröffentlichung des Films von Alan Parker und dem erfolgreichsten Album “ANOTHER BRICK IN THE WALL“ mit den akuten Ängsten der Einsamkeit, Verluste, Kriege, Entfremdung in der Ära der Krise und Globalisierung live.
“The Wall” das bekannte Pink Floyd Konzeptalbum, ist heute – genau 36 Jahre nach der Veröffentlichung des Films von Alan Parker – mit einer neuen Produktion wieder auf der Bühne.

Eine beeindruckende Live Orchestrierung mit mehr als 70 Künstlern auf der Bühne, wertet die Mischung aus Rock und klassischer Musik auf und versetzt das Publikum zurück in die ursprüngliche Version von “The Wall”. Live-Videos werden auf eine Grossleinwand projiziert, diese erzeugen zusammen mit einer spektakulären Licht-Show räumliche Tiefe und Emotionen.

Das Konzeptalbum «The Wall» von Pink Floyd wurde 1979 veröffentlicht und wurde zu einem Riesenerfolg. Über 30 Millionen wurden verkauft. Die Rockoper erzählt die Geschichte eines jungen Rockstars, der beginnt, eine imaginäre Mauer um sich zu errichten, um sich vor äusseren und emotionalen Einflüssen zu schützen. Damit isoliert er sich auch von sozialen Kontakten. Erst als die Mauer eingerissen wird, kommt der verletzliche Musiker wieder frei.

 

Kommentierung des Events durch Léonard Wüst:

Unbegreiflich, dass noch nicht allen Veranstaltern bekannt ist, dass die Stadthalle Sursee nicht gerade für ihre optimalen akustischen Voraussetzungen berühmt ist.

Spätestens bei der Feststellung, dass nur ca. 2/3 der vorhandenen Plätze besetzt sind, muss doch der Tontechniker den Halleffekt der Gesangsanlage dementsprechend mindern. Also schon mal nicht der Boden, worauf Gutes bis sehr Gutes gedeihen kann. Erschreckend schwach auch die Projektionen an die Leinwand, völlig asynchron. Dringend geraten, wenn man das nicht perfekt im Griff hat, lieber auf diese optischen Spielereien verzichten und sich auf das Wesentliche konzentrieren. Kam hinzu, dass auch Teile der Musik aus Backgrounhdbasis unterlegt waren, sowas muss zwangsläufig im Desaster enden, ausser das Publikum ist so nichtsahnend oder gleichgültig desinteressiert wie es offensichtlich an diesem Abend der Fall war. Dabei wären das Orchester und die Sänger/innen durchaus passabel gewesen, aber die Backgroundsängertruppe stand irgendwie verloren desinteressiert hinter dem Orchester, wirkte wie eine dorthin dirigierte Laientheatergruppe, fast völlig bewegungs- und emotionslos. Da kam einfach zu wenig rüber und the wall, also die Mauer zwischen Akteuren und Konsumenten fiel nie, ja bröckelte kaum mal, einzig bei „another brick in the wall“ kam etwas Stimmung auf. Aber leider verpassten die Protagonisten den Schwung mitzunehmen und alles verflachte wieder und dümpelte so dahin, abgesehen von ein paar Soli der beiden sehr guten Leadgitarristen und einigen schlagkräftigen Kontrapunkten der Perkussionisten.

Da habe ich mir inständig gewünscht, dass die einfach den Scorpions Megahit Wind of Change mit in die Show eingebaut hätten (gehört zwar nicht unmittelbar zur Geschichte), verbunden mittelbar aber mit dem tatsächlichen Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin. Das hätte wohl niemanden gestört, aber diesen Abend noch retten können.

Fazit: Nicht immer funktioniert die Formel man nehme ein Stück Rockgeschichte, motze es mit ein paar Videoprojektionen u.ä. auf. Wenn die Qualität entsprechend hoch ist, geht’s. Dem war aber leider nicht im Geringsten so. Es tummeln sich offensichtlich zu viele Veranstalter auf diesem umkämpften, in der Schweiz dank den sehr hohen Eintrittspreisen, lukrativen Markt, wie selbst Insider betonen und darunter leidet halt die Qualität zwangsläufig.

Der dann doch noch respektable Schlussapplaus erinnerte mich stark an frühere Zeiten, als man bei Charterflügen nach geglückter Landung noch geklatscht hat. weils einfach so üblich war und dazu gehörte. Ergo: gesehen, gehört und abgehakt.

 

 

Trailors von Pink Floyd Songs:

THE WALL LIVE ORCHESTRA hochgeladen von DANIELE IACOPETTI

www.youtube.com/watch?v=yAUeIZxXxBY

The Icarus Line – Up Against The Wall

www.youtube.com/watch?v=MeBm5ImMAZw

Pink Floyd – Another Brick In The Wall (HQ)

www.youtube.com/watch?v=YR5ApYxkU-U

Text: www.leonardwuest.ch

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