Kolumne von Léonard Wüst: Geniale Schweizer Marketingstrategie

botschafter borer mit frau shane fielding

schweizer botschaft in berlin vis a vis kanzleramtDie Schweizer Botschaft liegt am nächsten beim Bundeskanzleramt von allen Botschaftsgebäuden in Berlin. Vor ein paar Jahren residierte dort Thomas Borermit seiner Frau Shawn Borer – Fielding.

Der smarte Diplomat und seine Ex Miss Texas mischten die deutsche Hauptstadt ganz schön auf, waren dadurch ja auch ständig in den Medien präsent.

exbotschafter borer mit exfrau shaune fieldingEigentlich ein Traum für jeden Marketingfachmann, ohne finanziellen Aufwand beste Werbung zu haben. Die Schweiz war so richtig präsent und zwar chic, unverkrampft und so gar nicht altbacken, bieder und ländlich. Das hat wohl einigen Bürokraten in Bern nicht so gepasst und man beorderte das medientaugliche Paar zurück in die Heimat. Seitdem verrottet der Thomas an einem Beamtenpult irgendwo und die Shawn hält sich jetzt halt in kleineren glamourösen helvetischen Kreisen auf. In Berlin residiert inzwischen irgend so eine graue Maus, fast niemand kennt seinen Namen, vielleicht heisst er ja treffend Biedermann und die legendären Partys am Schweizer Nationalfeiertag gibts auch nicht mehr. Früher brauchte Berlin keine Partymeile beim Brandenburger Tor, man hatte ja die Schweizer Botschaft und die Hauptstädter sind arg gestraft, das glamouröseste sind ja jetzt grad noch die Angie, Claudia Roth, Renate Künast und der Guido ( keine von den Vieren ist meines Wissens nach eine Ex Miss).

Und wir Idioten bezahlen weiterhin viel Geld an Schweiz Tourismus um unser Land möglichst überall bekannt zu machen als lohnenswerte Feriendestination.

Man schaltet Inserate, die sehr viel Geld kosten um in den Medien präsent zu sein. Gratispräsenz in den Medien haben wir nur noch durch nicht sehr löbliche Sachen, wie: Minarettinitiative, Banken Cds, Steuerparadies usw.

Berlin lebt doch von Persönlichkeiten wie Klaus Wowereit, Max Raabe, Desiree Nick usw.. Und auch die Borers haben doch der Kapitale, und auch der Schweiz nicht geschadet, im Gegenteil. Fazit, Image der Schweiz, anstatt :

jung, ein bisschen schrill, modern und weltoffen, sind wir jetzt wieder bei: Käse, Schokolade, Uhren, Heidi und Banken.

Da könnten sich doch Tourismusmitbewerber wie Oesterreich, Spanien, Italien usw. bei den gnädigen, verstaubten Damen und Herren in Bern bedanken und sich ins Fäustchen lachen, dass die die Superwerbung für die Schweiz so genial abgewürgt haben.

Auch in diesem Jahr 2010. Die 3 ranghöchsten Schweizer/innen sind alles Frauen, höchst ungewöhnlich für ein vermeintlich rückständiges Völklein ( Bundespräsidentin: Doris Leuthard, Nationalratspräsidentin: Pascale Bruderer, Ständeratspräsidentin: Erika Forster ) und auch da haben wir Fortschritte gemacht: Zürich hat eine bekennende Lesbe als Stadtpräsidentin. Da haben wir doch glatt San Francisco und Berlin überflügelt, die haben ja noch „Männer“. Also so hinter dem Mond sind wir ja auch nicht. Das sollte man doch imagemässig verkaufen und bekanntmachen, wie auch unsere grossartigen Sportler, die ja unglaublich erfolgreich sind, aussergewöhnlich für so eine kleine Nation.

Aber solche Marktchancen verpassen doch unsere genialen, hochbezahlten Marketingstrategen von myswitzerland.com, avenir suisse usw.

 

www.leonardwuest.ch

www.irenehubschmid.ch

www.garielabucher.ch

 

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