Stadttheater Sursee: Maske in Blau Operetten-Revue von Fred Raymond, besucht von Léonard Wüst

Maske in blau

Maske in blau

Produktionsteam und Solisten ersichtlich über eingefügte Links:

stadttheater-sursee.ch/dynasite.cfm?dsmid=508953

stadttheater-sursee.ch/dynasite.cfm?dsmid=508954

Was verbirgt sich hinter dieser geheimnisvollen Maske? – Soviel nur sei vorerst verraten: Sie gehört zu einer bittersüssen Liebesgeschichte, die den „blauen“ Faden liefert für einen Operettenklassiker, der alles zu bieten hat, was man sich wünscht –  Eine Handlung mit vielen Emotionen und Überraschungen – Orchesterzauber mit eingängigen Melodien, darunter bekannte Evergreens wie „Die Juliska, die Juliska aus Buda-Budapest“, „Schau einer schönen Frau nie zu tief in die Augen“, „Am Rio Negro“, „Ja, das Temp’rament“ –  mitreissende Tanz– und Ensembleszenen –  exotische Schauplätze!

Rezension:

Spektakuläres Bühnenbild, farbenprächtige Kostüme und eine zügige, amüsante Inszenierung prägen die „Maske in Blau“ im Stadttheater Sursee. Operetten Revuen wie ebendiese sind so etwas wie das Bindeglied zwischen traditioneller Operette österreichisch/ungarischer Prägung und den heutigen Musicals. Gespickt mit zahlreichen Evergreens, die ihre Popularität bis in die heutige Zeit behalten haben, erfreute die Komposition aus der Feder von Fred Raymond schon einige Generationen Musikbegeisterter. Das süffige Libretto von Heinz Hentschke, mit, für die damalige Zeit, relativ exotischen Schauplätzen, wie San Remo an der Riviera/Côte d`Azur, wo die Geschichte ihren Anfang nimmt, bis an den Rio Negro in Argentinien, wo es natürlich, wie in Geschichten dieses Genres üblich, zu einem Happy End kommt, trägt natürlich viel zum Erfolg dieses Werkes mit. Die meisten dieser Musik Revuen waren Auftragswerke verschiedener Bühnen, die ja immer neue Stücke brauchten, um ihre Häuser zu füllen. Raymond hat auch modern orchestriert, also regen Gebrauch der diversen Saxophons gemacht, was für traditionelle Operetten wenig gebräuchlich war. Er ging damit also bewusst neue Wege, wahrscheinlich inspiriert von amerikanischer Musik, die damals, dank Radio und Schallplatten, auch in Europa bekannt wurde und schnell begeisterte Anhänger fand.Das Haus, in dem Fall das Stadttheater in Sursee, füllt auch diese Inszenierung, waren und sind doch alle Aufführungen praktisch ausverkauft. Einmal mehr erweist sich diese Werkauswahl der künstlerisch Verantwortlichen als Volltreffer. Die Darsteller interpretierten ihre Rollen sowohl musikalisch, wie auch schauspielerisch auf hohem Niveau, mit kleinen Abstrichen beim manchmal etwas hölzern wirkenden Armando (könnte durchaus an seiner Körperlänge liegen). Die quirlige Juliska (Dominique Lüthi), den Aufbruch verkörpernd und die souverän erhabene Evelyne (Stefanie Gygax) als Bewahrerin des Traditionellen, zeichnen die Figuren als Spiegelbilder ihrer Epoche. Die männlichen Figuren sind die perfekten Umsetzungsgehilfen und manchmal gar Persiflagen ihrer selbst, was das Publikum durchaus zu schätzen weiss, da der Humor traditionell seinen Platz in Revuen dieser Art hat und man ja nicht unbedingt nur ernsthaft unterhalten werden will. Das Stadttheater Sursee zementiert damit einmal mehr sein Renommee als eine der besten Laientheaterbühnen der Schweiz, wozu auch das Orchester mit seiner soliden Leistung das seinige beiträgt, indem es den Teppich legt, worauf die Darsteller ihre Leistungen bauen können. Die Zuschauer würdigten denn auch die Leistung der Künstler mit einem langen, kräftigen Schlussapplaus.

 Isabelle Ruf-Weber, künstlerische Leiterin des Stadttheaters Sursee


Isabelle Ruf-Weber, künstlerische Leiterin des Stadttheaters Sursee

Ein Vergnügen für jedermann, leicht verdaulicher Hör – und Sehgenuss. Musiktheater, das in Sursee im Jahre 1927 mit der Operette „Der fidele Bauer“ von Leo Fall, schon 20 Jahre nach deren Uraufführung in Mannheim, seine Erfolgsgeschichte startete und somit im Jahre 2017 seine neunzigjärigejährige Tradition feiern kann.

Impressionen von der Riviera/Cote d`Azur bei San Remo:

youtu.be/DFpMfxl3VpY

Text  www.leonardwuest.ch

Fotos: stadttheater-sursee.ch/willkommen

Kleine Fotodiashow der Produktion von Roberto Conciatori:

fotogalerien.wordpress.com/2016/03/05/stadttheater-sursee-maske-in-blau4-maerz-2016/

Eine kleine Geschichte die das Theaterleben schrieb von Gabriela Bucher – Liechti: die „Zimmis und die Operette“:

innerschweizonline.ch/wordpress/geschichten-die-das-leben-schrieb-die-zimmis-stadttheater-sursee-von-gabriela-bucher-liechti/

Homepages der andern Kolumnisten: www.marvinmueller.ch  www.irenehubschmid.ch

www.gabrielabucher.ch  Paul Ott:www.literatur.li

Autoren- und Journalisten-Siegel von European News Agency - Nachrichten- und Pressedienst
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s