Luzerner Theater, WHAT ABOUT NORA? Eine Familienaufstellung im Puppenheim nach Henrik Ibsen

Box Luzerner Theater

WHAT ABOUT NORA?
Eine Familienaufstellung im Puppenheim nach Henrik Ibsen

Premiere: Mittwoch, 18. Januar 2017, 20.00 Uhr, Box

Besetzung:
Christian Baus, Nina Langensand, Verena Lercher, Lorenz Nufer, Mirza Šakić

Produktionsteam:
Inszenierung: Bram Jansen, Dramaturgie: Julia Reichert, Bühne und Kostüme: Sophie Krayer, Musik: Jorg Schellenkens

Im Puppenheim herrscht Krise. Nora Helmer hat es satt, Puppenfrau eines Puppenmanns und Puppenmutti für ihre Puppenkinder zu spielen. Möchte nicht mehr Frau, sondern Mensch sein. Und verlässt Mann und Kinder: Bürgerlicher Burnout, seit 138 Jahren. Regisseur Bram Jansen widmet sich Henrik Ibsens Werk aus heutiger Perspektive und stellt mit «What about Nora?» Stück und Figuren neu auf. Premiere ist am 18. Januar 2017 in der Box.

Was ist mit Nora los? Ibsens 1879 erschienenes Erfolgsstück erschütterte als Krimi des Seelenlebens die bürgerliche Moral und entwickelte sich bald zum Symbol für die Emanzipation der Frau. Die Geschichte der jungen Ehefrau und Mutter, die die heile Welt ihres Puppenheims gegen Eigenverantwortung und Selbstverwirklichung tauscht, hat seither zahllose Künstler fasziniert. Ob Nora wirklich gehen darf, war dabei von Anfang nicht ganz klar. Ibsen selbst war gezwungen, ein alternatives Ende zu schreiben, in dem sie um der Kinder willen bleibt.

Markierte Noras Aufbrechen in die Selbsterkenntnis 1879 noch einen Epochenbruch, ist das „Erkenne Dich selbst“ längst zum allgegenwärtigen Coaching-Imperativ geworden. An die Stelle rigider sozialer Normen ist die Aufforderung zur Selbstverwirklichung getreten. Der junge niederländische Regisseur Bram Jansen hat in Luzern mit dem Ensemble eine eigene Version der Geschichte um Nora, ihren Mann Torvald Helmer, seinen Freund Dr Rank, Frau Linde und den Angestellten Krogstad entwickelt, die alle zu Protagonisten erklärt. Die historischen Figuren rücken ganz nah an uns heran. Was erzählt uns das Puppenheim heute noch, über Zwänge und Lebenslügen, aber auch als unmögliche Sehnsucht nach einem widerspruchsfreien Leben?

Spieldaten:
Mi 18.01. (20.00 Uhr) / Fr 20.01. (20.00 Uhr) / So 22.01. (17.00 Uhr) / Mi 25.01. (20.00 Uhr) / Do 02.02. (20.00 Uhr) / Mi 08.02. (20.00 Uhr) / Do 09.02. (20.00 Uhr) / Sa 11.02. (20.00 Uhr) / So 12.02. (20.00 Uhr)

Informationen unter unter www.luzernertheater.ch/

Nächste Schauspiel-Premieren:

Romeo und Julia, Do 26.01.2017, 19.30 Uhr, Bühne
Tragödie von William Shakespeare
Produktionsteam: Inszenierung: Nina Mattenklotz, Bühne: Johanna Pfau, Kostüme: Lena Hiebel, Licht: David Hedinger, Musikalische Leitung: Carsten Meyer, Live-Musik: Jon Hood (Joan Seiler, Mario Hänni, Martin Schänker), Dramaturgie: Regula Schröter, Dramaturgische Mitarbeit: Friederike Schubert

Tauben fliegen auf, Fr 10.03.2017 , 20.00 Uhr, Box
Uraufführung nach dem gleichnamigen Roman von Melinda Nadj Abonji
Produktionsteam: Inszenierung: Sylvia Sobottka, Bühne und Kostüme: Manuel Gerst, Dramaturgie: Hannes Oppermann[content_block id=29782 slug=ena-banner]

 

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