Gedenkfeier Sempach 2017: Würdige Feier im traditionellen Rahmen

Auszug aus der Kirche: Ständerat Damian Müller, Regierungspräsident Guido Graf, die Luzerner Standesweibelin, Kantonsratspräsidentin Vroni Thalmann-Bieri.

Der Kanton Luzern beging heute die Gedenkfeier zur Schlacht bei Sempach von 1386. Dr. Josef Estermann hielt eine kritische Festpredigt, Regierungspräsident Guido Graf mahnte von der Vergangenheit zu lernen und Ständerat Damian Müller sprach über den Umgang miteinander. Rund 850 Personen nahmen an den Feierlichkeiten teil. Diese fanden in einem würdigen und traditionellen Rahmen statt.

Der Luzerner Regierungsrat, seine Gäste und die Bevölkerung trafen sich am Sonntag, 2. Juli 2017 um 9 Uhr in Sempach zum traditionellen Morgenbrot. Im Anschluss fand der feierliche Einzug vom Luzernertor durch das Städtli in die Kirche St. Stefan statt. Rund 15 Gruppierungen, darunter die Zunft zu Safran, die Harmonie Sempach, Schulkinder der Gastgemeinde Entlebuch und diverse Kriegerharste, insbesondere der Harst des Gastkantons Nidwalden, nahmen an der traditionellen Prozession teil.

Gottesdienst und Festakt
Die Jahrzeitfeier begann mit einem ökumenischen Gottesdienst, geleitet von Pfarreileiter Bernhard Stadler und Pfarrer Hans Weber. Dr. Josef Estermann, Leiter des Bildungszentrums RomeroHaus Luzern, hielt die Festpredigt. Er postulierte im Gedenken an die Schlacht bei Sempach: «Wunden heilen ist gut. Sie zu vermeiden aber besser.» Das sei eine Verpflichtung für den Umgang der Schweiz mit der Welt: Estermann zeigte, wie die Schweiz und entwickelte Staaten von der Ausbeutung von Menschen in anderen Ländern profitieren, und rief in Erinnerung: «Nächstenliebe ist Fernstenliebe». An diesen Gedanken knüpfte Regierungspräsident Guido Graf an. Er mahnte, dass Errungenschaften aus der Vergangenheit – so die Einhaltung des Kriegsvölkerrechts, das nach der Schlacht bei Sempach seinen Anfang fand – in modernen Kriegsgebieten zunehmend missachtet würden. Guido Graf: «Zukunft braucht Herkunft.»

Im Anschluss verlass Franz Schwegler, Stadtpräsident von Sempach, den Schlachtbrief und stimmte zum gemeinsamen Singen des Sempacherliedes an. Die Festrede hielt der Luzerner Ständerat Damian Müller zu den Begriffen «Offenheit, Fairness und Respekt», denn «diese Werte sind die Basis der Erfolgsgeschichte unseres Landes». Mit dem Schweizerpsalm ging auch dieses Jahr eine würdige Feier zu Ende.

Plattform für Gastgemeinde Entlebuch
Der Auszug aus der Kirche führte dieses Jahr wetterbedingt direkt in die Festhalle am See, wo beim anschliessenden Bevölkerungsapéro die Gastgemeinde Entlebuch Getränke aus der Region und Spezialitäten aus der Biosphäre offerierte. Gemeindepräsidentin Vreni Schmidlin-Brun eröffnete die Entlebucher Präsentation mit einem Grusswort. Willy Felder, der «singende Wirt» des Restaurant Bahnhöfli in Entlebuch, unterhielt die Gäste mit Auszügen aus beliebten Operetten und der Entlebucher Geschichtenerzähler Richard Portmann präsentierte in Wort und Bild «Einen heiteren Vergleich zwischen Entlebuch und Sempach».

Die Gedenkfeier Sempach 2017 verlief mit seinen traditionellen und besinnlichen Elementen ruhig und würdig. Rund 850 Personen nahmen an den Feierlichkeiten teil. Auf der Webseite www.gedenkfeier-sempach.lu.ch finden sich weitere Informationen zur Gedenkfeier Sempach.
Anhänge
Grusswort von Regierungspräsident Guido Graf
Festrede von Ständerat Damian Müller

Am 9. Juli 1386 schlugen die Eidgenossen bei Sempach das Heer des Habsburgers Leopold III. Dieses Ereignis gilt als Höhepunkt der Schweizer Habsburgerkriege und als wichtiger Grundstein für die Unabhängigkeit der Eidgenossenschaft und die Territorialbildung des Kantons Luzern. Der Kanton gedenkt dieses Anlasses mit einer jährlich stattfindenden Feier – 2017 zum 631. Mal.[content_block id=45503 slug=unterstuetzen-sie-dieses-unabhaengige-onlineportal-mit-einem-ihnen-angesemmen-erscheinenden-beitrag]

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