Blue Balls Festival 17, Taj Mahal & Keb’Mo‘, 23. Juli, besucht von Léonard Wüst

Taj Mahal & Keb’Mo‘

Rezension:

Hochdekoriert ist Keb ‚Mo‘, unter anderem mit drei Grammys, sein temporärer Bühnenpartner Taj Mahal (*1942) hat ebenfalls zwei solcher Statuen zuhause stehen. Live Auftritte mit diversen Grössen der Weltmusik, u.a. mit Eric Clapton im  Madison Square Garden in New York zieren das Palmares des als Kevin Moore 1951 in Los Angeles geborenen Keb‘ Mo‘. Taj Mahal steht seit dem Beginn seiner Karriere für einen weltoffenen Jazz. Auch er trat schon  im Madison Square Garden von New York auf und zwar 1979 beim  Konzert zum zehnjährigen Jubiläum des Woodstock-Festivals, bei dem er ja dort selber auch aufgetreten war.

Taj Mahal & Keb’Mo‘

Vor dem Konzert betrat Festivalgründer – und Direktor Urs Leierer die Bühne, begrüsste das zahlreich erschienene Publikum und erklärte, dass beide Protagonisten des Abends  schon in den Anfängen des Blueballs Festivals mit dabei waren, so auch 1998, als das , 1992 gegründete, noch kleine Festival aus grad mal sechs Konzerten bestand, welche im grossen Saal des alten Hotel Union stattfanden. Eines dieser Konzerte spielte Keb ‚Mo‘ und das damalige Abschlusskonzert wurde von Taj Mahal bestritten. Die zwei Veteranen des Blues haben gemeinsam eine Platte eingespielt benannt ganz einfach  „Taj Mahal und Keb‘ Mo‘“, die sie heute Abend zum Besten geben würden,  das garantiere den perfekten Konzertgenuss, erläuterte Leierer.

Dann wurde das Set von den Musikern eingenommen, zuerst betrat Keb ‚Mo‘, zusammen mit dem Keyboarder, Schlagzeuger, Bassisten, dem Trompeter und der Saxophonistin die Bühne, gefolgt vom Senior der „Bühnenmannschaft“, dem 75jährigen, wie immer, mit einem Borsalino kopfbedeckten Taj Mahal. Später gesellten sich noch zwei Töchter von Taj Mahal als Backgroundsängerinnen dazu.

Rock – folkiger Start in das Set

Taj Mahal und Keb‘ Mo‘ (rechts), Foto Jay Blakesberg , Montreux Jazz Festival

Schon startete der Schlagzeuger ein Intro, spielte T.M. seine Mundharmonika, driftete K.Mo auf seiner Slidegitarre, getragen vom kompakten Sound der gesamten Band. Ohne Pausen performten sie einen mitreissenden Song nach dem andern, sich abwechselnd als Leadsänger betätigend, mal mit den Sängerinnen zusammen chorend. Selbst Zoe, eine der Töchter, durfte für einen Song den Solopart übernehmen und fiel keineswegs ab. T.M. machte ausgiebig Gebrauch von seiner Bluesharp (Mundharmonika), was das Bluesfeeling zusätzlich verstärkte und vom sachkundigen Publikum ab und zu mit Spontanapplaus belohnt wurde.

Wenn zwei Kumpel musikalisch zusammenspannen

Das Zusammenspiel der beiden Hauptfiguren besticht durch handwerklich äusserst solide, sehr abgeklärt und entspannte Arbeit, eine tolle Songauswahl, gesungen von den beiden, von denen der eine auch stimmlich die jüngere Version des älteren sein könnte. Mitgetragen von ausgezeichneten Mitmusikern liefen die beiden zur Höchstform auf, sparten auch nicht mit einem Spruch ab und zu. Sie liessen einander genug Raum, damit beide glänzen konnten, ab und zu garniert mit perfekten Soli der Bandmitglieder.

Die Protagonisten transformierten das Luzerner Seebecken in ein Bluesdelta

Taj Mahal & Keb‘ Mo‘ Foto Jay Blakesberg Concord Music ENA

Dank ihrer unbändigen Spielfreude, dem satten, unverfälschten Sound, verwandelten die Protagonisten das Blueballs zu einem veritablen Bluesballs,

Am Ende des Sets forderte das, stehend applaudierende Publikum, vehement Zugaben, die von den Künstlern, sichtlich vergnügt und amüsiert, denn auch gewährt wurden.

Die Besucher standen, applaudierten, hüpften und tanzten begeistert von diesem Hammerkonzert, das wohl einer der Highlights des Blueballs 2017 gewesen sein dürfte.

Schlussendlich verliessen die Musiker, noch immer heftig umjubelt, Hüfte schwingend die Bühne und das zufriedene Publikum machte sich glücklich und angeregt auf den Heimweg.

Ein tolles Konzert mit richtig schönem Südstaatengroove, den man sonst nur am Bluesfestival Luzern im November jeweils hört.

Vater und Sohn? Oder Lehrmeister und Schüler? Keb‘ Mo‘, der um neun Jahre Jüngere, antwortete einmal  in einem Gespräch sehr bestimmt: «Beides trifft zu! Ganz einfach: Taj Mahal war mein Mentor, mein Vorbild.»

Blueballs Festival 2017, Xavier Naidoo, 21. Juli 2017

www.innerschweizonline.ch/wordpress/blue-balls-festival-17-xavier-naidoo-21-juli-besucht-von-leonard-wuest/
Blueballs Festival 2017, Patty Smith, 27. Juli 2017

www.innerschweizonline.ch/wordpress/blue-balls-festival-17-patti-smith-27-juli-besucht-von-leonard-wuest/

 

Blueballs Festival 2017, Benjamin Clementine, 29. Juli 2017

www.innerschweizonline.ch/wordpress/blue-balls-festival-17-benjamin-clementine-29-juli-besucht-von-leonard-wuest/

TajMo – Taj Mahal & Keb‘ Mo‘ – „Don’t Leave Me Here“ (Official Lyric Video)

www.youtube.com/watch?v=J4uGGeS3Hqk

Taj Mahal and Keb‘ Mo‘ perform ‚Diving Duck Blues‘

www.youtube.com/watch?v=H3sDygsxvSg

Blueballs Festival 2017, Xavier Naidoo, 21. Juli 2017

www.innerschweizonline.ch/wordpress/blue-balls-festival-17-xavier-naidoo-21-juli-besucht-von-leonard-wuest/

Homepages der andern Kolumnisten: www.marvinmueller.ch www.irenehubschmid.ch

www.gabrielabucher.ch Paul Ott:www.literatur.li

Autoren- und Journalisten-Siegel von European News Agency - Nachrichten- und Pressedienst

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s