Cirque du Soleil, „Toruk“ – The First Flight, Hallenstadion Zürich, 13. Juni 2019, besucht von Léonard Wüst

Die Lichtshow Farben und Bilder auf die Installation (Bühne) war erste Sahne, Foto Ruedy Hollenwäger

Multimedia-Topkünstler und -Innovatoren, Michel Lemieux und Victor Pilon gestalten ein Reise durch die Welt von Pandora.Das Publikum kann so eine Odyssee durch eine Welt der Imagination, der Entdeckungen und unendlichen Möglichkeiten erleben.

Rezension:

Das Bühnenbild der eindrücklichen Welt von Pandora

Da ich schon über 20 Jahre nie mehr in einem Zirkus war und auch den Film Avatar nicht gesehen habe, konnte ich den Abend im Hallenstadion entspannt und vorurteilsfrei in Angriff nehmen. Gewisse Gerüche wecken unwillkürlich ganz bestimmte Assoziationen, z.B Bratwurstgeruch bedeutet Pause beim Fussballmatch, Popcornschwaden in der Luft: ganz klar Kinobesuch usw. Wenn gar beide Geruchsschwaden  abwechselnd, meistens aber vermischt durch die Lüfte ziehen, dann ist der Cirque du Soleil zu Gast im Zürcher Hallenstadion. Das in Baie-Saint-Paul, Kanada im Jahre 1984 vom Straßenkünstler Guy Laliberté unter Assistenz von Daniel Gauthier und Gilles Ste-Croix gegründete Vorzeigeunternehmen, beschäftigt heute weltweit etwa 5000 Menschen, davon etwa 1300 Artisten aus ca. 50 Ländern und ist in verschiedenen Formationen mit diversen Programmen auf Welttourneen.

Gigantische, mehrheitstaugliche Show für ein durchmischtes Publikum

Zwei Schweizer bei Cirque du Soleil. Wie von einem anderen Planeten die Schweizer Nick Beyeler (links) und Elia Aymon nach der Verwandlung in ihre Bühnenfiguren

Mit einem Zirkus hat die gigantische Show nur noch wenig gemein. In Zürich stand das neueste Projekt, die bereits 37. Produktion «Toruk – The First Flight» auf dem Programm. Die  Produktion ist inspiriert von James Cameron’s Film «Avatar»  So war denn auch ein äusserst durchmischtes Publikum vor Ort, da sassen Jungverliebte neben der Grossmutter mit ihren fünf Enkeln, Zirkusfans aus Tradition neben kinoaffinen Fantasyfilm Fans usw.

Über 2000 Quadratmeter Spielfläche für eine Megashow der Superlative

Die Artistik war toll. Bei den Männern Kunstturner (Bodenturnen, Reck, Perdspringen usw) Bei den Frauen Szenen wie Nina Burri, Denise Biellmann

43 Artisten auf 2000 m2, einer von zwei mitwirkender Schweizer ist Nick Beyeler, Sport-Aerobic-Weltmeister 2002, die andere ist Elia Aymon, eine der weltbesten Trapezartistinnen. Normalerweise, sagt Nick Beyeler, stosse man als Artist erst in einem fortgeschrittenen Stadium zu einer Show. Das war für ihn bei «Toruk» anders. Der Schweizer war Teil des Kreationsteams, das die Show gemeinsam mit Starregisseur Cameron entwickelte. Die sogenannte Takami­Nummer basiert sogar auf  einer Idee von Beyeler.

 

 

Akrobatik, Puppenspiel Licht – und Musikshow der Weltklasse

Elia Aymon trägt routiniert ihr Make-up auf. Jeder Pinselstrich sitzt.

Akrobatik, Puppenspiel und Projektionen verbinden sich auf der Bühne zu einer fantasievollen Abenteuer-Show, die sich an die farbenprächtige und magische Welt von James Camerons “Avatar” anlehnt
Die Geschichte spielt rund tausend Jahre vor den Ereignissen des Kinofilms: Der überlebenswichtige Baum der Seelen auf Pandora gerät durch eine Naturkatastrophe in Gefahr. Es gibt nur eine Rettung: Eine “gute Seele” muss auf dem Fabelwesen Toruk reiten. Zwei junge Na’vi machen sich auf die Suche nach dem Raubtier in den schwebenden Bergen.

Leicht getrübte Freude, da nur englischsprachiger Erzähler

Die Requisiten waren einzigartig (Hunde, Pferde, Vogel-Strauss, Drache) (Vögel, Drachen-Matratzen, Mikado-Bambusstangen, Licht Jongleure, Vendisches Boot usw

Toruk Makto Erzähler des Na`vi-Volkes berichtet von einer drohenden Naturkatastrophe, die den heiligen Baum der Seelen bedroht. Zwei mutige Jungen machen sich auf die Suche nach dem fliegenden Fabeltier Toruk. Das Spektakel leicht trübte, dass „Emtu“, die Rolle des Erzählers der Geschichte, also seines Lebens, worauf die Story beruht, von einem englisch sprechenden Akteur ausgeführt wurde, mit Übertitelung auf grossen Leinwänden. selbst wenn man recht tauglich englisch verseht und gute Augen hat, war da fast nichts mitzubekommen, also schwierig zu verstehen, worum es eigentlich beim Ganzen eigentlich ging.

Bei den stolzen Eintrittspreisen wäre Landessprachen  tauglicher Erzähler Pflicht

Viel Farbe mit Avatar-Blau Beyelers Perücke

Ich denke, dass bei den doch recht happigen Ticketpreisen, ab 89 Franken die günstigsten, bis zur teuersten Premium Kategorie bei 215 Franken, die Verpflichtung eines deutschsprechenden Akteurs für diese Rolle in den zu bespielenden deutschsprachigen Ländern, kein Luxus wäre, da es genügend unterbeschäftigte, ausgebildete, also dazu fähige Schauspieler dafür gäbe, die auch nicht in den allerhöchsten Gehaltsstufen zu entlohnen wären, schade. Denn das optisch gebotene genügte höchsten Ansprüchen, vom grossartigen, den jeweiligen Spielsituationen mittels Computersteuerung unverzüglich anpassbaren Bühnenbild, über die Kostüme der Artisten, dem aufwändigen Licht Design, bis hin zu den individuellen Gesichtsmakeups der Agierenden und den eingesetzten Requisiten, ist Besseres schlicht nicht vorstellbar. Die viel Kraft und Können erforderlichen Artistik Szenen unübertrefflich, dies alles scheinbar völlig mühelos wirkend.

Die Geschichte, soweit im Groben mitbekommen

Cirque du Soleil Schlussszene

Die Show nimmt mit in schier unglaubliche, sich dauernd wandelnde Livesettings auf der 2000m2 grossen Bühne, dem Heimat Planeten der Toruks, „Pandora“. Das Publikum erlebt eine Odyssee durch eine Welt der Imagination, der vielen Entdeckungen und unendlichen Möglichkeiten, immer kommentiert von „Etmu“. Die Toruks müssen u.a. auch fünf verschiedenen Talismanen in ihren Besitz bringen, um höhere Weihen zu erhalten. Dafür begibt sich eine kleine Gruppe von ihnen in andere, ihnen völlig fremde Welten, wo sie mit wilden Tieren, aber auch gegen andere Stämme kämpfen müssen. Das alles wird noch erschwert mal durch ein starkes Erdbeben mal durch einen Vulkanausbruch und andere Naturkatastrophen. Natürlich, am Ende obsiegt auch hier das Gute, d.h. der Stosstrupp findet den Toruk und reitet, fliegt ihn gar, damit wird der erste dem das gelang, automatisch auch zum legitimen Nachfolger von „Emtu“,dem Erzähler. Das alles wird abgehandelt in rasanter Abfolge, den Zuschauer gar manchmal etwas überfordernd. Das Publikum, ob gross oder klein war begeistert vom Gebotenen und belohnte die Protagonisten mit einem langanhaltenden Schlussapplaus, bevor es sich von der „Soleil“ beglückt in die dunkle Nacht begab.

Kurzer Trailer der Show:

youtu.be/sRdfhkRVeHE

Text und Fotos: www.leonardwuest.ch

Fotos:

Ruedy Hollenwäger und

http://www.abc-production.ch/index

 

 

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