Mediendinner des Zürcher Kammerorchesters zur Saison 2019/20: Grosse Künstler ganz nah, besucht von Léonard Wüst

Zürcher Kammerorchester ZKO Foto Sandro Diener

Es orientierten: Music Director Daniel Hope,Lena-Catharina Schneider Head of Artistic Administration&Planning und Daniela Wachter, COO Head of Communication

Das Zürcher Kammerorchester und Music Director Daniel Hope starten im Herbst in die
vierte gemeinsame Saison. Noch persönlicher, noch offener und interaktiver soll das
Publikum in Zukunft Klassik erleben.

Daniel Hope und Lena Schneider Foto Melanie Hadam

Noch persönlicher, noch offener und interaktiver soll das
Publikum in Zukunft Klassik erleben. Herausragende Künstler aus der ganzen Welt
unterstützen das Orchester dabei, «berührend und nahbar» zu sein. Ein Motto, welches das ZKO mit rund 40 Tournee-Konzerten auch im Ausland umsetzt, so die Programmverantwortlichen Daniel Hope und Lena Schneider Ich beschränke mich in meiner Berichterstattung auf ein paar Anekdoten von Daniel Hope, die er am Rande des Events zum Besten gab, Das Jahresprogramm sowie die Medienmitteilung des ZKO finden Sie über unten eingefügte Links.

Der Limmatstadt verbunden – international vernetzt

Daniela Wachter COO Head of Communication Foto Sandro Diener

Der musikalische Leiter zeigte sich erfreut, dass die Anerkennung für „sein“ Orchester ebenso im Ausland kontinuierlich wächst und man nun regelmässig dort engagiert werde. Aber auch auf Sachen, die sich seit Jahren, gar Jahrzehnten bewährt hätten, lege man weiterhin viel Aufmerksamkeit. So pflege man z.B. das sehr. beliebte Nuggikonzert für die Kleinsten mit ihren Mamis und Papis genau so weiter, wie das einmalige Silvester – bzw. Neujahrskonzert. Ebenso das Projekt mit einer Klasse der Volksschule Zürich, die man während drei Jahren intensiv begleite, mit der man gemeinsam musiziere, musiktheoretische Projekte erörtere, mit dem Ziel, am Ende des Projektes ein gemeinsames Konzert zu zelebrieren.

Auftrittsmöglichkeiten als Solisten für „Eigengewächse“

Music Director Daniel Hope Foto Sandro Diener

Daniel Hope will vermehrt Mitgliedern aus seinem Orchester, einer jungen, verschworenen Gruppe sehr guter Musiker*innen, wie er ausführte,  die Gelegenheit geben, sich als Solisten zu profilieren. Sie sollen deshalb ab und zu, statt extra engagierter externer Solisten, Gelegenheit erhalten, an ausgewählten Konzerten für einmal selber im Mittelpunkt zu stehen. Über das dafür nötige musikalische Rüstzeug verfügen sowieso sämtliche Mitglieder des ZKO ist Daniel Hope überzeugt und betont  gleichzeitig, dass er im Moment über ein junges, ausserordentlich engagiertes Orchester verfüge und er es, mit grosser Freude und auch Stolz, geniesse, als Primus inter Pares, deren Chef zu sein.

Daniel Hope als Sprengstofftransporteur?

Lena Catharina Schneider, Head of Artistic Administration&Planning

Als  Hope einmal die Sicherheitskontrolle am Zürcher Flughafen passierte um für ein Konzert ins Ausland zu reisen, meldete der Detektor: Sprengstoff im Geigenkasten¨! Anschaulich, ironisch und trotzdem gelassen humorvoll schilderte der Meistergeiger, was darauf geschah. Das äusserst penible „erforschen“ des Geigenkastens brachte nichts zutage, trotzdem schlug der Detektor noch immer Alarm. Daraufhin wurde Grossalarm ausgelöst, gar Teile der Abfertigungshalle abgesperrt, man weiss ja nie. Irgendwann war das Problem gelöst und Hope erreichte den Flug noch. Er erfuhr später von einem Chemiker, dass eventuell Spuren  des Kolophonium, (Bernsteinartiges Harz Art zum Einreiben der Saiten), Grund für die Alarmauslösung gewesen sein könnten.

Visaprobleme infolge fataler Verwechslung

Böse Überraschung auch vor einer Asienreise. Die den Reisenden erteilten Visa verorteten alle als Afrikaner, war doch als Nationalität Swasiland, statt Switzerland  eingetragen. Dass die Schweiz schon mal mit Schweden verwechselt wird, ist man ja noch gewohnt. Aber bei einer Visaerteilung ein Land vom schwarzen Kontinent, statt Switzerland? So ein kapitaler Bock sollte wirklich nicht geschossen werden. Die Verantwortlichen des ZKO waren denn auch recht am Rotieren, bis dieses Missverständnis korrigiert war und man sich mit den korrekten Dokumenten auf die lange Reise machen konnte. Wie sich herausstellen sollte, war dies das kleinere Problem als das, welches noch auf die Reisegesellschaft wartete, denn nachdem man aus der Volksrepublik ausgereist war, um im Korea zu konzertieren, wollte man über Hongkong für weitere in China geplante Konzerte, wieder einreisen. Erstaunt musste man die Feststellung der Zollbehörden zur Kenntnis nehmen, dass die Visa nur zur einmaligen Einreise berechtigten, also nicht mehr gültig seien, deswegen verlängert werden müssten. So mussten die Verantwortlichen ein Amt finden, wo dies vorgenommen werden könnte. Tatsächlich wurde man, obwohl schon Abend war, doch noch fündig und begab sich schnellstmöglich dorthin. Angekommen in diesem Office,  erhielt man den Bescheid, man könne das umgehend erledigen, sobald 6000 US Dollar, nicht etwa Hongkong Dollar bar bezahlt würden. Da mittels Kreditkarte keiner so viel Cash am Automaten beziehen konnte, machten sich etliche Orchestermitglieder auf zu diversen Bankomaten, bis die Summe zusammen war und die dann den Beamten auf den Tisch gelegt werden konnte. Dann ging es schnell und man verfügte wieder über gültige Dokumente, um die Reise, wie vorgesehen, fortsetzen zu können und die Asientournee weiterzuführen. Eine Tournee übrigens, die sehr erfolgreich verlief und die Konzertbesucher in der diversen asiatischen Ländern in vollen Konzertsälen, zu begeistern wusste.

Mit Vorfreude der kommenden Saison entgegenblicken

Laut den ausführlichen Erläuterungen der Orchesterverantwortlichen, von denen Intendant Michael Bühler aufgrund Erkrankung leider fehlte, kann man gespannt und hoffnungsvoll  einer weiteren eindrücklichen Konzertsaison entgegenblicken, gespickt mit vielen Höhepunkten, mit Altbewährtem, aber  auch mit Aufbrüchen zu neuen, interessanten  Ufern. So kooperiert das ZKO u.a. mit grossen Künstlern wie der Sängerin Vesselina Kasarova, dem Celllisten Lynn Harrell, dem Mandolinisten Avi Avital, den jungen Pianisten Maxim Lando und Jan Lisiecki oder dem Ehrendirigenten Sir Roger Norrington. Alles in allem ein spannender, lehrreicher Spätnachmittag im Seefeld, der mit einem feinen Nachtessen aus der Blauen Ente Küche seinen Abschluss fand.

Zürcher Kammerorchester Saison 2019/20: Grosse Künstler ganz nah, offizielle Medienmitteilung

https://innerschweizonline.ch/wordpress/zuercher-kammerorchester-saison-2019-20-grosse-kuenstler-ganz-nah/

Saisonprogramm

Das Saisonprogramm finden Sie online unter: https://zko.ch/news/publikationen/

Text: www.leonardwuest.ch Fotos: www.zko.ch und https://www.padruttpr.ch/

Homepages der andern Kolumnisten: annarybinski.ch  www.noemiefelber.ch

www.gabrielabucher.ch  Paul Ott:www.literatur.li

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